Wir haben Tournee
sagen: Es gibt kaum etwas Schöneres als im Auftrag der Musik mit Menschen unterwegs zu sein, die man mag und dafür auch noch belohnt zu werden - nicht zuletzt durch Applaus! Der Auftakt im Hildesheimer VEB Club verlief dann auch genau so, wie man sich einen Tourstart vorstellt. Nachdem wir quasi während des Soundchecks noch fix ein Radiointerview gegeben hatten, füllte sich Club und rockten in Mirkos Geburtstag hinein. Dieser wurde dann mit Labelboss Alex und Petra Wurzel (2cl) gebührend gefeiert.
Am nächsten Tag in Hamburg erwartete
uns dann leider das genaue Gegenteil. Nicht nur die Organisation und die Location stellten uns vor einige Probleme, sondern vor allem Tinos Gesundheit machte uns schwer zu schaffen. Unser tapferer Trommler hatte sich eine schwere Grippe eingefangen, spielte aber Dank den Errungenschaften der Pharmaindustrie bis über die Grenze seiner Belastbarkeit hinaus.
Von Hamburg ging es in die Studenten- und Fahrradstadt Münster. Die Fahrt dahin dauerte allerdings deutlich länger als geplant, weil uns mal wieder niemand gesagt hatte, dass die A1 keine Autobahn, sondern ein einziger Standstreifen ist. Doch was wären wir für Musiker, wenn wir nicht auch aus solchen Situationen das Beste machen würden, und so durften sich etliche Staunachbarn über ein kostenloses Konzert freuen.
Als wir endlich in Münster ankamen, war wegen der aufkommenden Dunkelheit leider nicht mehr viel von der Stadt zu sehen - dafür sahen wir am dann am Abend im jede Menge ihrer BewohnerInnen beim Konzert und der anschließenden Indiedisko, die in jeder Hinsicht Ihresgleichen sucht. Den Stadtrundgang holten wir am nächsten Tag mit unserem Stadtführer und Herbergsvater Patty nach, dem wir zum Dank dafür seinen Bass entführt haben -Sorry!
Topfit und motiviert eilten wir nach Landesbergen zur dortigen Rocknacht. Auch hier wurden wir freundlich empfangen und sehr gut versorgt. Und Musik gab’s natürlich auch. Unser Nachtlager durften wir im schönsten Dorf Europas, in Brokeloh aufschlagen. Nach einem super familiären Frühstück ging es dann gen Heimat, wo wir entgegen aller Erwartungen, die unser Volksstimmeartikel in uns geweckt hatte, nicht mit Feuerwerk und wehenden Fahnen empfangen wurden. Schade, aber unsere schöne Heimatstadt hat ja noch zwei Gelegenheiten, ihre derzeit bestaussehenden Söhne gebührend willkommen zu heißen.
In diesem Sinne
Wir haben Tour !
PS: Von Mirkos Prophezeiungen hat sich einzig die, mit den Bouletten erfüllt - wenn auch erst nach zwei Tagen!

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